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Laufende Arbeiten (Musikhandschriften)

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu Bibliotheken, deren Musikhandschriftenbestände derzeit katalogisiert werden.

 

Ansbach (D-AN)

Staatliche Bibliothek Ansbach

Der Bestand umfaßt u.a. interessante Opern- und Kantatenmanuskripte des 17. und 18.Jahrhunderts aus der höfischen Musikpflege der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach sowie Liedersammlungen. Der bedeutende Bestand an Chorbüchern des 16. Jahrhunderts bleibt vorerst ausgeklammert.

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Berlin

Berlin - Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz (D-B)

In der Berliner Staatsbibliothek werden seit etwa 1976 Jahren die Musikhandschriften von RISM katalogisiert – Mitte 2012 sind aus diesem Bestand über 52.000 Werke im RISM-OPAC nachgewiesen.

Angesichts des außerordentlich umfangreichen Gesamtbestandes wird es RISM nicht möglich sein, alle Berliner Musikhandschriften zu erfassen. Es werden daher zunächst einzelne, möglichst geschlossene Teilbestände katalogisiert. Bearbeitet wurden bzw. werden der Bestand der „Amalienbibliothek“ (abgeschlossen) sowie die alphabetisch nach Komponisten geordnete Signaturengruppe „Mus.ms.“ (weitgehend abgeschlossen).

Seit 2009 wird an der Erschließung der Sammelhandschriften (ab Mus.ms. 30001) gearbeitet.

 aktualisiert Juli 2012, Gottfried Heinz-Kronberger

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Dresden, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (D-Dl)

Die Musikabteilung hat einen Bestand von ca. 19.000 Musikhandschriften, von denen bislang nur ein Teil von der RISM-Arbeitsstelle Dresden erfaßt wurde. In der RISM-Datenbank finden sich die handschriftlich überlieferten Kompositionen von Georg Philipp Telemann, Christian Gottlob August Bergt, König Anton von Sachsen, Francesco Morlacchi, Joseph Schuster und die aus Zittau (Sammlung Exner) übernommenen Musikhandschriften (ohne die Haydn-Handschriften).

Die Kompositionen von Johann Adolf Hasse wurden in Zusammenarbeit mit der SLUB und der Hasse-Gesellschaft katalogisiert, das Dresdner Opernarchiv wurde mit Unterstützung von SLUB und DFG erfasst. Die Arbeitsergebnisse sind jeweils auf einer im Saur-Verlag erschienenen CD-ROM veröffentlicht (Ortrun Landmann: Katalog der Dresdener Hasse-Musikhandschriften, hrsg. von der RISM-Arbeitsgruppe Deutschland e.V., München 1999 und Ortrun Landmann: Das Dresdner Opernarchiv in der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, München 2002). Sie sind aber auch in rism-online nachgewiesen.

In den Jahren 2007 bis 2009 wurden die Musikhandschriften erfasst, die aus der ehemaligen Fürstenschule Grimma in die SLUB gelangten. Die Bedeutung dieser Bestandsgruppe liegt in der Vollständigkeit der Überlieferung über einen Zeitraum von 300 Jahren: Motetten-Sammlungen aus der Gründungszeit der Schule nach der Reformation, Einzelhandschriften, die die Entwicklung vom geistlichen Konzert zur frühen Kantate repräsentieren, sowie Abschriften von Kirchenmusik der Wiener Klassik, von Oratorien und von mitteldeutscher Kirchenmusik des späten 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts.

Erfasst sind die Sammelhandschriften des 16./17. Jahrhunderts, die als Deposita in der SLUB Dresden aufbewahrt werden. Um 1885 erging in Sachsen eine Aufforderung an Kirchen- und Schulbibliotheken, ihre ältesten Bestände zur sicheren Deponierung an die damalige Königliche Öffentliche Bibliothek nach Dresden zu geben, der die Orte Glashütte, Grimma, Löbau, Pirna, Schellenberg und Schwarzenberg folgten. Fast ein Drittel dieser Bestandsgruppe konnte jedoch nicht katalogisiert werden, da diese Handschriften aufgrund des schlechten Erhaltungszustandes nicht benutzbar sind (2011).

Im Rahmen eines DFG-Projekts ("Die Instrumentalmusik der Dresdner Hofkapelle zur Zeit der sächsisch-polnischen Union. Erschließung, Digitalisierung und Internetpräsentation") wurden die Musikhandschriften katalogisiert, die sich vormals im sogenannten "Schranck II" in der Dresdner Hofkirche befanden, vorwiegend Instrumentalwerke der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Zur Zeit (2012/2013) werden die Musikhandschriften mit Kompositionen von Carl Gottlieb Reissiger katalogisiert.

 

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Halle, Universitäts- u. Landesbibliothek (D-HAu)

Zum Bestand der Sondersammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek Halle gehören auch Musikhandschriften, von denen der überwiegende Teil (ca. 550) aus dem Besitz von Arno Werner stammen. Der in Bitterfeld wirkende Kirchenmusiker und Musikhistoriker trug eine Sammlung von Musikhandschriften und –drucken des 15. bis 20 Jahrhunderts zusammen, die 1938 von der Universitäts- und Landesbibliothek erworben wurden. RISM erfasste die Handschriften seit den 1970er Jahren, allerdings immer wieder mit Unterbrechungen, so dass zwar ein großer Teil der Musikhandschriften in RISM-online nachgewiesen ist, einiges (ca. 80 Handschriften) jedoch fehlte. Diese Handschriften werden zur Zeit (2013) von der RISM-Arbeitsstelle Dresden katalogisiert.

 

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Köln, Musikwissenschaftliches Institut der Universität (D-KNmi)

Das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Köln beherbergt das Max Bruch-Archiv, eine Sammlung von Autographen, Stichvorlagen, frühen Drucken, Briefen und Dokumenten zu Leben und Werk des rheinischen Komponisten. Das Archiv wurde von Ewald Bruch, dem Sohn des Komponisten, zusammengetragen, nachträglich aber durch weitere Ankäufe und Schenkungen erweitert, darunter auch die Partitur des lange Zeit verschollenen Doppelkonzertes für Klarinette und Viola op. 88 von 1911. Insgesamt beinhaltet die Sammlung ca. 40 Musikautographe, mehrere handschriftliche Textentwürfe zu Vokalwerken, 8 Stichvorlagen mit autographen Eintragungen (aus dem Besitz des Verlegers Fritz Simrock) und einige frühe Abschriften. 

Der Bestand wird im Herbst 2012 von Steffen Voss katalogisiert.

Kontakt: RISM Arbeitsgruppe Deutschland e.V., Arbeitsstelle München

e-mail: steffen.voss@bsb-muenchen.de

http://www.uni-koeln.de/phil-fak/muwi/org/biblio/about.html

Literatur:

Dietrich Kämper, Verzeichnis der Autographen des Kölner Max-Bruch-Archivs, in: D. Kämper (Hrsg.): Max Bruch-Studien, Köln 1970, S. 142-147  

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Landshut, Franziskaner-Konvent bei Maria Loreto, D-LAfk (Depositum in D-FS)

Der Franziskanerkonvent bei Maria Loreto geht auf eine Klostergründung der Kapuzinerinnen aus dem Jahr 1627 zurück. Dieses Kapuzinerinnenkloster wurde 1802, im Zuge der Säkularisation aufgelöst. 1835 zogen dann Franziskaner (OFM) in die noch vorhandenen Klostergebäude ein. Die Klosterkirche und weite Teile der Anlage wurden im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Im Jahr 2002 zogen die Franziskaner aus. Seither wird die Kirche von der rumänisch-orthodoxen Kirche genutzt.

Der Bestand an Musikalien stammt fast ausschließlich aus der Zeit des Franziskanerkonvents. Dabei sind Musikhandschriften und Drucke vermischt in Archivkartons aufbewahrt. Die ca. 220 Musikalien haben eine fortlaufende Nummernfolge, wobei aber zahlreiche Nummern fehlen. Aus Gründen der Vollständigkeit wurden alle Musikalien aufgenommen.

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Leipzig (D-LEu)

In der Universitätsbibliothek Leipzig werden etwa 570 Musikhandschriften, vorwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert, verwahrt. Der größte Teil stammt aus dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig und wurde 1970 in die damalige Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek überführt. Er umfasst den Signaturenbestand N.I. (Neues Inventar) sowie Teile des Nachlasses Franz von Holsteins (NL 273) und vereinigt rund 390 Einzel- und Sammelhandschriften.

Ein kleinerer Teil von rund 180 Musikhandschriften, wiederum primär Abschriften, findet sich in verschiedenen Autographenkollektionen, hauptsächlich in den Sammlungen Taut, Kestner, Nebauer und im Nachlass der Musikerfamilie Klengel (NL 252/253).

Der Bestand N.I. wurde in den Jahren 2007 bis 2009 durch Annegret Rosenmüller erfasst und ist in rism-online recherchierbar. Im Zeitraum Oktober 2009 bis Dezember 2009 wurde mit der Katalogisierung des Bestandes „Holstein-Nachlass“ begonnen; diese Arbeit ruht zur Zeit  (2011).

 

Marburg (D-MGmi)

Hessisches Musikarchiv im Musikwissenschaftlichen Institut der Philipps-Universität Marburg

Die Signaturengruppe HA IV beinhaltet 196 Mappen mit Musikhandschriften, die in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts als herrenloser Bestand in das Hessische Musikarchiv gekommen sind. Besitzvermerke weisen auf eine Herkunft aus dem Haus Hessen-Philippsthal-Barchfeld: poss[essor]: Pr[inz]. Friedrich. de Hesse bzw. poss[essor]: Princess: Jeanette de Hesse bzw. Pr. Dorothee. Dabei handelt es sich vermutlich um die Geschwister Friedrich (1727–1777), Johanna Charlotte (1730–1799) und Dorothea Maria (1738–1799) von Hessen-Philippsthal-Barchfeld, deren Eltern diese Seitenlinie des Hauses Hessen-Kassel begründet haben. Die offenbar in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegte Sammlung enthält vor allem klein besetzte Instrumentalmusik, darunter zahlreiche Klavierwerke, sowie einzeln kopierte Opernarien, aber auch (bislang) eine vollständige Oper.
 Einer Generation später entstammt die Gelegenheitskomposition, die Johann Sebastian Bachs zweitjüngster Sohn Johann Christoph Friedrich Bach seiner neuen Landesherrin zur Hochzeit widmete: Juliane von Hessen-Philippsthal (1761–1799; ihre Mutter war eine Schwester der drei oben genannten Barchfelder) heiratete 1780 in Philippsthal Graf Philipp II. von Schaumburg-Lippe (1723–1787) und wurde als Herrin der Bückeburg auch Schülerin Bachs.
Von besonderem Interesse ist auch eine Abschrift des damals verloren geglaubten Klavierkonzertes von Joseph Haydn (Hob XVIII:5*), das der damalige Archivar und Akademische Oberrat Horst Heussner 1959/60, nach dem Manuskript des Archives erstmals in edierte (Nagels Musik-Archiv 200, Kassel 1959).
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Hessische Musikarchiv:  http://www.uni-marburg.de/fb09/hma
Bei Fragen zur Katalogisierung durch RISM wenden Sie sich bitte an Daniela Wissemann-Garbe: dv.wissemann@arcor.de

(Daniela Wissemann-Garbe, Februar 2012)

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München (D-Mbs)

D-Mbs, Mus.ms. 348, Michael Haydn (Autograph) Adjutor in opportunibus, MH 446. (RISM ID no. 456009367).

Bayerische Staatsbibliothek München (D-Mbs)

Es ist geplant, in den kommenden Jahren, den gesamten Bestand der älteren Musikhandschriften der Bayerischen Staatsbibliothek (bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts) vollständig zu erschließen. Ausgeklammert bleiben zunächst die bereits in gedruckten Katalogen verzeichneten Chorbücher, Stimmbücher und Tabulaturen bis zur ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts (siehe Kataloge Bayerischer Musiksammlungen, Band 5/1 und 5/2). Die Titelaufnahmen der Collectio musicalis Maximilianea (KBM 5/3) wurden bereits von der RISM Zentralredaktion in den Bestand von RISM A/II überführt.

Mitte 2012 sind über 17.000 Kompositionen aus dem Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek im RISM-OPAC nachgewiesen.

Bei Fragen zur Erschließung dieses Bestandes wenden Sie sich bitte an Dr. Gottfried Heinz-Kronberger, RISM-Arbeitsstelle München (E-mail).

Bei allen anderen Fragen (Benutzung, Bestellung von Reproduktionen usw.) wenden Sie sich bitte direkt an die Musikabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek.

 

aktualisiert Juli 2012, Gottfried Heinz-Kronberger

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