Eugenia Tadolini

Die italienische Oper des 19. Jahrhunderts brachte für die Sängerinnen und Sänger ganz neue Herausforderungen. Dies gilt nicht nur, aber in besonderer Weise für den Koloratursopran. Eugenia Tadolini (1808-1872) konnte in ihrer über zwanzig Jahre währenden Karriere nicht nur das Publikum sondern auch zahlreiche Komponisten für sich begeistern. Untypisch für einen Koloratursopran, verzichtete sie auf eigene Zusatzkoloraturen, etwa in der Rolle der Amina in Bellinis La Somnambula. Doch gerade die Schönheit ihrer Stimme verhinderte schließlich, dass sie 1848 bei der Uraufführung von Verdis Macbeth die Rolle der Lady Macbeth singen durfte; Verdi schwebte eher eine harsche, erstickte und hohle Stimme mit diabolischem Charakter vor.

Dennoch bleibt Tadolinis Name mit zahlreichen Uraufführungen verbunden, darunter Adina in Donizettis L'elisir d’amore oder die Hauptrolle in dessen Linda di Chamounix oder die Titelpartie in Verdis Alzira.

Bei RISM ist Eugenia Tadolini mit nur 16 Nachweisen vertreten, da Sängerinnen und Sänger natürlich nur bei RISM vermerkt werden, wenn ihr Name auch auf der Quelle verzeichnet ist.

Besonders schön ist eine Abschrift von vier Opernarien aus Tadolinis Repertoire, aus Werken, die diese am Teatro San Carlo in Neapel in den Jahren 1843-1845 sang.

 

Abbildung: Eugenia Tadolini, Lithographie von Josef Kriehuber, 1835, via Wikimedia Commons.

 

Kategorie: RISM A-Z



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