Die anonyme Kantate "Chiuso è già Borea nevoso"

Über 230.000 Quellen in unserem Online-Katalog sind anonym überliefert; in der Regel bleiben sie oft unbeachtet. Dass es sich aber durchaus lohnen kann, die bekannten Wege zu verlassen, beweist die wunderschöne Handschrift einer Kantate aus dem Jahr 1716.

 

Eigentlich wissen wir relativ viel über das Werk: Die Textvorlage lieferte Antonio Ottoboni (1646-170), Schreiber ist Francesco Lanciani (1655-1724) und Widmungsträger ist der römisch-deutsche Kaiser Karl VII. (1697-1745). Nur der Komponist ist auf der Quelle nicht genannt.

Entstanden ist die Kantate “Chiuso è già Borea nevoso” auf einer Bildungsreise, die der gerade volljährig und damit regierungsfähig gewordene Wittelsbacher in der ersten Hälfte des Jahres 1716 unternahm. Die Besetzung ist relativ klein: Neben drei Solisten (den allegorischen Figuren Primavera, Roma und Gloria) sind Chor (Nymphen, Helden und Gladiatoren), Streicher und je zwei Flöten und Oboen beteiligt.

Die Handschrift liegt heute in der Bayerischen Staatsbibliothek in München (Signatur Mus.ms. 225).

 

Abbildungen: Chor of Nymphen, Rezitativ (Primavera) und Schlußchor der Kantate “Chiuso è già Borea nevoso” in D-Mbs Mus.ms. 225.

Kategorie: Bibliotheksbestände



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