Zum 300. Geburtstag von Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Unter den deutschen Dichtern der Aufklärung ist Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) heute in Vergessenheit geraten. Dies liegt vor allem am verspielt-galanten Stil der Gedichte, die Gleim zu einem führenden Vertreter der Anakreontik machten. Unter den Komponisten seiner Zeit (aber auch bis in 19. Jahrhundert hinein) war seine Lyrik hingegen eine äußerst beliebte Vorlage für Vertonungen.

Bei RISM finden wir viele Nachweise von Johann Nikolaus Forkel und Joseph Haydn, aber auch Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Friedrich Reichardt und Johann Heinrich Rolle sind vertreten. Besonders großer Beliebtheit erfreute sich offensichtlich Gleims Gedicht „Das Hüttchen“, von dem wir bei RISM Vertonungen von Johann Friedrich Reichardt (1752-1814), Joseph Schuster (1748-1812), Josef Antonín Štěpán (1726-1797), Johann Franz Xaver Sterkel (1750-1817), Heinrich Henkel (1822-1899), und Carl Friedrich Zelter (1758-1832) finden.


Abbildung: Titelseite von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788): Der Wirth und die Gäste. Eine Singode vom Herrn Gleim (RISM A/I: B 141, D-Mbs 2 Mus.pr. 1146).

 

 

 

Kategorie: Veranstaltungen



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