Der 430. Geburtstag der Francesca Caccini

Francesca Caccini (1587 – ca. 1640) ist neben Barbara Strozzi die einflussreichste und berühmteste Komponistin und Musikerin des frühen 17. Jahrhunderts.

 

Caccinis Schaffen ist stark durch die eigene Künstlerfamilie, die Medici und das künstlerische Umfeld am Florentiner Hof geprägt. Ihre Gesangskarriere begann im „concerto Caccini“ ihres Vaters Giulio Caccini, die es ihr ermöglichte wirtschaftliche Unabhängigkeit und musikalische Entfaltungskraft zu erreichen. Caccini erfüllt zwar das gängige Bild der höfischen Sängerin und Instrumentalistin, erreichte aber durch ihre öffentliche Auftritte als Komponistin und Gesangspädagogin wesentlich mehr.

 

Francesca Caccini heiratete mehrmals und wird daher unter verschiedenen Namen geführt: Francesca Signorini, Francesca Raffaelli und ihrem Künstlernamen „La Cecchina“.

 

Sie gilt als erste Opernkomponistin, aber von den Bühnenwerken ist heute leider einzig La liberazione di Ruggiero dall’isola d’Alcina (Florenz 1625, Libretto: Ferdinando Saracinelli) - eine auf Ariosts Orlando furioso basierende Handlung - erhalten. Bereits 1618 veröffentlichte Caccini die Sammlung Il primo libro delle musiche (Firenze) mit 36 Monodien, darunter auch vier Duette. Alleine diese Publikationen hebt sie von anderen zeitgenössischen Berufsmusikerinnen ab.

Nach verschiedenen Wiederaufführungen der Ballettoper La liberazione di Ruggiero (Köln 1980, Hamburg 1990, Basel 2012) liegt nun auch eine CD-Einspielung (Francesca Caccini: La liberazione di Ruggiero dall’isola d’Alcina; Elena Sartori, Ensemble Allabastrina, La Pifarescha (Chandos/Glossa) 2017) vor.

 

Der RISM Online-Katalog nennt neun Nachweise zu Francesca Caccini, darunter das Il primo libro delle musiche a una, e due voci  (Firenze, Zanobi Pignoni, 1618) und La liberazione di Ruggiero dall'isola d'Alcina. Balletto ... rappresentata nel Poggio Imperiale, villa della Serenissima Arciducessa d'Austria Gran Ducessa di Toscana (Firenze, Pietro Cecconcelli, 1625) als Musikdrucke sowie Ausschnitte daraus in handschriftlicher Überlieferung.

 


Abbildung: Care stelle d'amor von Francesca Caccini, aus: Il Primo libro delle musiche a una e due voci, Florenz: Zanobi Pignoni, 1618, S. 15 (Exemplar: Biblioteca Estense, Modena (I-MOe)).

Via http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Francesca_Caccini

 

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