Giacomo Puccini - der andere

Nein, heute ist nicht der Opernkomponist Giacomo Puccini (1858-1924), der mit ca. 100 Einträgen in der RISM-Datenbank vertreten ist, gemeint, sondern der gleichnamige Kirchenkomponist.

Giacomo Puccini war der Ururgroßvater des berühmten Opernkomponisten und lebte von 1712 bis 1781.  

Er studierte in Bologna und stand in freundschaftlichem Briefwechsel mit Padre Martini. Nach dem Studium kehrte er in seine Geburtsstadt Lucca zurück und wurde Organist und Chordirigent an der Kathedrale. Puccini schrieb seinem Amt entsprechend eine große Anzahl von Messen, Motetten, Magnificat und Kantaten. Seit 1743 gehörte er der Accademia filarmonica in Bologna als Mitglied an. In den musikalischen Tagebüchern Libri delle musiche annue gibt er ein lebendiges Bild von der Musik und den Musikern Luccas aus den Jahren 1748 bis 1777 wider. 

Es sind keine gedruckten Kompositionen von ihm bekannt. Alle Werke scheinen nur handschriftlich überliefert zu sein und zwar ausschließlich in Italien. 

Heute hilfreich - und nicht unbedingt üblich - für die praktische Umsetzung der Werke von Giacomo Puccini sind die Angaben zur Dauer der Aufführung auf vielen Manuskripten (z. B. RISM ID no. 850638822).

Abbildung: Giacomo Puccini, O sacrum convivium, Abschrift aus der Biblioteca Palatina in Parma  (I-PAc Sanv.C.290, RISM ID no. 850600809

 

Kategorie: Eigendarstellung



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