Neuer Katalog zu Archivo Histórico de la Arquidiócesis de Antequera Oaxaca (Mexiko)

Diesen Beitrag erhielten wir von Edgar Alejandro Calderón Alcántar (Conservatorio de las Rosas) und Anastasia Krutitskaya (ENES, UNAM), Morelia, Mexiko:

Anastasia Krutitskaya und Edgar Alejandro Calderón Alcántar: Repertorio de villancicos y cantadas del Archivo Histórico de la Arquidiócesis de Antedquera Oaxaca (cajas 49 y 50). Mexico City: Universidad Nacional Autónoma de México, 2018. Online erhältlich.

Repertorio de villancicos y cantadas del Archivo Histórico de la Arquidiócesis de Antequera Oaxaca (boxes 49 and 50) besteht aus einem Korpus von 39 Werken, für die die internationalen Kriterien zur Erfassung von Musikwquellen des Répertoire International des Sources Musicales (RISM) angewandt wurden. Die Musikhandschriften stammen überwiegend aus dem 18. Jahrhundert und werden im Historischen Archiv der Erzdiözese von Antequera Oaxaca (RISM Bibliothekssigel: MEX-Oc) aufbewahrt.

Die Villancicos und geistlichen Kantaten aus dem Neuen Spanien entwickelten eine Vielzahl von poetischen Ressourcen, Strukturen und musikalischen Verfahren. In diesen Kompositionen werden polychorale Techniken mit dem für die Ästhetik des 17. Jahrhunderts typischen Basso Continuo reproduziert. Es gibt aber auch einige geringstimmige Werke mit konzertierenden Instrumenten (Violine, Viola usw.) und dem Basso Continuo, die typisch für das 18. Jahrhundert sind. Ein wichtiger Aspekt dieses Katalogs ist der interdisziplinäre Ansatz zwischen Philologie und Musikwissenschaft. Aus diesem Grund bieten alle Einträge ein Musikincipit der Gesangs- als auch Instrumentalstimme zu jedem Abschnitt. Konkordanzen mit anderen Archiven, Bibliotheken und Drucken sind ebenfalls enthalten.

Hinsichtlich der Komponisten enthält der Korpus vier Werke von Antonio de Salazar (* 1650c- † 1715), maestro de capilla der Kathedrale in Mexico City zwischen 1688 und 1715; 25 Kompositionen von Manuel de Sumaya (* 1678- † 1755), maestro de capilla der Kathedrale in Mexico City von 1715 bis 1738 und der Kathedrale in Oaxaca von 1738 bis zu seinem Tod. Alles deutet darauf hin, dass Sumayas Repertoire in Mexiko City uraufgeführt, dann nach Oaxaca gebracht und schließlich im Historischen Archiv der Erzdiözese Antequera Oaxaca aufbewahrt wurde. Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass Sumaya die Kompositionen von Antonio de Salazar verdrängt hat. Darüber hinaus erscheinen fünf Werke von Francisco Martínez de la Costa (* 1739- † 1769c) unter den katalogisierten Kompositionen (Martínez de la Costa diente als maestro de capilla an der Kathedrale von Oaxaca von 1766 bis 1768 und drei weitere Werke werden ihm zugeschrieben) sowie ein Villancico von Juan Matías de los Reyes (* 1724- † 1779), vermutlich ein Schüler von Manuel de Sumaya und ein anonymes Werk.

 

De la Costa composition
Francisco Martínez de la Costa, Aria a Duo Con Violines


Juan Matias
Juan Matías de los Reyes, Cantada


Salazar escuchen
Antonio de Salazar, Escuchen, escuchen


Sumaya
Manuel de Sumaya, Corrientes que al mar


Sumaya recitado
Sumaya, Recitado


Abbildung oben: Sumaya, Pedro es el maestro und Titelbild des neuen Katalogs. Alle Abbildungen mit freundlicher Genehmigung von Anastasia Krutitskaya.

 

Kategorie: Neuerscheinungen



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