Zum 253. Geburtstag von Bernhard Romberg (1767-1841)

Der folgende Gastbeitrag stammt von einem unserer diesjährigen Praktikanten Daniel Kneer: 

Bernhard Heinrich Romberg war ein deutscher Violoncellist und Komponist. Er wurde am 12. November 1767 in Dinklage in eine Musikerfamilie geboren.

 

 

Den ersten Cellounterricht erhält Romberg von seinem Vater sowie dem Cellisten Johann Konrad Schlick in Münster. Seine frühe musikalische Laufbahn ist kaum von der seines wenige Monate älteren Cousins Andreas zu trennen. Gemeinsam unternehmen sie Konzertreisen durch Europa, die sie auch nach Österreich führen, wo Romberg Joseph Haydn kennenlernt und ihm seine Quartette op. 1 (RISM ID no. 1001067228) widmet.

Nach einem gemeinsamen Engagement in der Hofkapelle Münster wechseln sie 1790 in die Kurkölnische Hofkapelle nach Bonn. Dort treffen sie auf bekannte Musiker wie Ludwig van Beethoven und Franz Anton Ries, mit denen sie auch als Quartett auftreten. Bernhard Romberg erhält außerdem Kompositionsunterricht bei Christian Gottlob Neefe.

Im Anschluss an eine weitere Konzertreise bleibt er 1799 ohne seinen Cousin in Paris und unterrichtet dort bis 1802 am Konservatorium. Danach schließt er sich der Königlichen Kapelle in Berlin an und wird Partner des Cellisten Jean-Louis Duport. Nach dem überraschenden Tod der Königin Luise von Preußen komponiert er zu deren Ehren die Trauersymphonie op. 23, deren autographes Manuskript im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig aufbewahrt wird (RISM ID no. 225007530).

1820 zieht Romberg nach Hamburg, wo er bis zu seinem Tod am 13. August 1841 wohnt. Dort macht er sich vor allem als Instrumentalpädagoge einen Namen. 1840 veröffentlicht er seine Violoncell-Schule, in der er seine virtuose Spieltechnik festhält. Sie wird noch heute im Cellounterricht verwendet.

Im RISM-Katalog ist Romberg mit 421 Einträgen vertreten.  

 

Abbildung: Bernhard Romberg, Stich von Angelo Gentili nach Zeichnung von Franz Krüger, via Wikimedia Commons (public domain).

 

Kategorie: Veranstaltungen



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