Friedrich Hölderlin zum 250. Geburtstag

Der deutsche Dichter Johann Christian Friedrich Hölderlin (20. März 1770, Lauffen am Neckar – 7. Juni 1843, Tübingen) zählt zu den bedeutendsten Lyrikern seiner Zeit.

Rousseau, Klopstock und Schiller sowie die Ideale der Französischen Revolution und das Griechentum wurden zu bestimmenden Jugendeindrücken. Wegen seiner Weigerung eine kirchliche Laufbahn einzuschlagen, war er als Hauslehrer für Kinder wohlhabender Familien tätig: beispielsweise ab 1796 in Frankfurt am Main bei der Bankiersfamilie Gontard, zwei Jahre später in Hauptwyl (Schweiz) und dann in Bordeaux. Von Bordeaux kehrte er unheilbar krank zurück, lebte zunächst in Homburg (heute Bad Homburg vor der Höhe) und Nürtingen und seit 1806 in der Pflege eines Tischlers in Tübingen. Spätestens von diesem Zeitpunkt an galt er als wahnsinnig. Trotz seiner Erkrankung war Hölderlin zeitweise immer wieder künstlerisch aktiv.

Zu Hölderlins Lebzeiten wurde nur ein Teil seines lyrischen Werks veröffentlicht. Im RISM-Katalog sind über 200 Einträge zu Friedrich Hölderlin verzeichnet. Hölderlins Werke fanden erst im 20. Jahrhundert größere Beachtung. Dies schlägt sich auch in den Vertonungen seiner Texte nieder. Die im RISM-Katalog verzeichneten Musikhandschriften stammen überwiegend von Komponisten, die sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts insbesondere von Hölderlins Spätwerk inspirieren ließen.

 
Abbildung: Eberhard Egermann (geb. 1953), "Die Schönheit ist den Kindern eigen" aus Vier Lieder für Bariton und Klavier nach Gedichten von Friedrich Hölderlin, SLUB Dresden (D-Dl) Mus.15530-K-500 (RISM ID no. 1001019452).

Kategorie: Veranstaltungen



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