Wer war František Ignác Tůma (1704-1774)?

Heute wird der 310. Geburtstag von František Ignác Tůma gefeiert. Aber wer feiert ihn? Vermutlich keiner, da ihn kaum noch jemand kennt.

Eine Stele mit Orgelpfeifen erinnert an den tschechischen Komponisten in seinem Geburtsort Adlerkosteletz (heute: Kostelec nad Orlicí).

Tuma erhielt seine musikalische Ausbildung in Prag und ging als Gambist an den Hof des Grafen Franz Ferdinand Kinsky. Um 1727 wurde er dann dessen Kapellmeister in Wien. 1742 nahm die Witwe Kaiser Karls VI. - Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel (1691-1750) – ihn in ihre Dienste. Nach deren Tod wurde die Kapelle aufgelöst und Tůma erhielt eine Pension, von der er als freischaffender Komponist, Gambist und Lehrer in Wien leben konnte. Nach dem Tod seiner Frau trat Tůma 1768 in das Prämonstratenser Stift Geras ein.

František Ignác Tůmas umfangreiches kompositorisches Schaffen mit 65 Messen, zahlreichen Motetten, Litaneien und Antiphonen sowie Sonaten und Sinfonien spiegelt sich auch im RISM Online-Katalog mit über 200 Einträgen wieder. Die Quellen liegen heute hauptsächlich in Österreich und Tschechien.

Ob Tůma wohl den jungen Mozart auf eine Tasse Schokolade eingeladen hat?

 

 

 

 

Bildnachweis: František Ignác Tůma von Anton Hickel, Wikimedia Commons

Kategorie: Eigendarstellung



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