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Konferenz: Dokumentation musikalischer Quellen in Lateinamerika

Die Konferenz  Dokumentation musikalischer Quellen in Lateinamerika findet am Rande des Kongresses der Gesellschaft für Musikforschung in Mainz statt.

RISM hat Referenten aus Lateinamerika eingeladen, um über die Situation der musikalischen Quellen in ihren Ländern zu berichten.

Ort: Akademie der Wissenschaften und der Literatur,
Geisteswissenschaftliche Klasse
Geschwister-Scholl-Str. 2
55131 Mainz

Datum: 15. September 2016, 10:00-17:00 Uhr

Die Konferenz ist kostenfrei und öffentlich. Den Referenten wird - mit ihrem Einverständnis - die Gelegenheit geboten, ihre Präsentation aufzuzeichnen und auf YouTube zur Verfügung zu stellen. 

Der Austausch von Musikwerken – in unserem Fall, Musikwerke - zwischen Europa und Lateinamerika ist ein noch kaum erforschtes Gebiet. Im Rahmen einer im Juni 2015 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz veranstalteten Tagung: Vokalpolyphonie zwischen Alter und Neuer Welt: Musikalische Austauschprozesse zwischen Europa und Lateinamerika im 16. und 17. Jahrhundert wurden der Kenntnisstand analy­siert und wesentliche Desiderata aufgezeigt. Offenkundig sind der umfangreiche Transfer europäi­scher Musikwerke nach Lateinamerika und der damit verbundene enorme Einfluss auf indigene Musiker und Komponisten.

Einer näheren Erforschung steht entgegen, dass die Quellen noch im Verborgenen liegen und selbst bei großen Bibliotheken die Beschreibung und Katalogisierung noch am Anfang steht. Gleichzeitig ist aber in den vergangenen Jahren ein großes Interesse in Län­dern wie Mexiko, Chile, Brasilien oder Kuba festzustellen, Musikalien als Teil des materiellen kul­turellen Erbes zu begreifen und einer Aufarbeitung zuzuführen. Um dieser Situation zu begegnen, soll die Erfassung der Quellen und der Austausch bereits erhobe­ner Daten mit RISM - in der Musikwissenschaft der umfangreichste internationale Nachweisort für Quellen - organisiert werden, um dadurch die Voraussetzungen für die Untersuchung der Quellen und Analyse der Verbreitungswege sowie die damit einhergehende Rezeption europäischer Musik zu schaffen, die in eigenen Folgeprojekten in Kooperation mit lateinamerikanischen Forschungsein­richtungen vorgesehen ist.

Auf der Konferenz werden hochrangige Musikwissenschaftler/Innen und Bibliothekare/Innen über den derzeitigen Stand der Beschreibung von Quellen in ihren Ländern und den Forschungsstand zum Kulturaustausch berichten, und es soll der weitere Fortgang sowie der Austausch der Daten vereinbart werden.

 

 

Programm

Moderation: Klaus Pietschmann (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Cristina Urchueguía (Universität Bern, Schweiz)
Klaus Keil (RISM Zentralredaktion, Frankfurt am Main)

Grußworte und Einführung

Themen und Ziele der Konferenz

Referenten

  • Leonardo Waisman (Professor of Musicology, Universidad de Córdoba, Argentinia): Spanish-American Colonial Musical Sources: Catalogues and Studies
  • Cecilia Astudillo Rojas (Director, Archivo de Música, Biblioteca Nacional de Chile): Historical Music Scores in Chile and their Documentation
  • Egberto Bermúdez Cujar (Universidad Nacional de Colombia, Bogotá): Documenting Popular Music sources in Latin America: The case of Colombia
  • Edgar Alejandro Calderón Alcantar (Professor of Musicology, Conservatorio de las Rosas, Morelia, Mexico): Music Documentation Projects in Morelia
  • Luis Díaz Santana (Universidad Autónoma de Zacatecas, Mexico): The Music Archives of the Churches of Zacatecas
  • Lucero Enríquez Rubio (Proyecto Musicat, Instituto de Investigaciones Estéticas, Universidad Nacional Autónoma de México): Cataloging a peripheral Cathedral music archive vis à vis RISM protocol
  • Miriam Escudero (Cuba): Management of Historical-Documentary Heritage of Music in Cuba
  • André Guerra Cotta (Professor of Musicology, Universidade Federal Fluminense, Rio das Ostras, Brazil): Brazilian Musical Heritage: An Overview and Some Brief Considerations
  • John G. Lazos (Mexico/Canada): José Antonio Gómez y Olguín (1805-1876) and his Music Catalogue
  • Beatriz Magalhães Castro (Professor at Universidade de Brasilia (UnB), Brazil): Musical Patrimony and Source Studies in Brazil: References, Materials, and Research Tools for the Digital Age
  • Piotr Nawrot (Director, Festival de Musica, Chiquitos, Bolivia): Musical Sources in the Moxos Missions
  • Pablo Sotuyo Blanco (Professor of Musicology, Universidade Federal da Bahia, Brazil): The RISM-Brasil Database: Concept, Research, and Development
  • Federica Riva (IAML Italy, Conservatorio di Musica "L. Cherubini", Firenze): On the way towards an international libretto project: an overview of collections in Cuba

Muscat-Präsentation

  • Martina Falletta, Jennifer Ward (RISM Zentralredaktion): Muscat - new program for music documentation - presentation

Roundtable - Diskussion

Gefördert vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) aus Mitteln des Auswärtigen Amts (AA) und von Bibliothek International (BII) 

 

 

RISM auf der GfM-Tagung

Weitere Angebote des RISM auf dem Kongress der Gesellschaft für Musikforschung:

Donnerstag, 15. September 2016

Christoph Willibald Gluck: Atto d'Orfeo
Konzertante Aufführung in der Hochschule für Musik. Tickets (kostenlos) bitte per E-Mail vorbestellen: veranstaltungen-musik@uni-mainz.de

 

Freitag, 16. September 2016

Ort: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft
Abteilung Musikwissenschaft
Jakob-Welder-Weg 18
55128 Mainz

11:30: Klaus Keil, Jennifer Ward: The RISM online catalog for instructors and advanced users


12:45: Konzert: Lieder von Robert Eitner (1832-1905)

Yuliya Shein, Sopran - Natalia Keil-Senserowa, Klavier